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13.08.2007

10 Tipps gegen Reifenplatzer

Gehen Sie kein Risiko ein: Viele Reifenschäden sind mit der richtigen Fahrweise und Pflege vermeidbar.

Angst vor einer Reifenpanne? Müssten Sie eigentlich gar nicht haben: Laut einer Analyse von Mercedes Benz wird der Griff zum Ersatzrad im Durchschnitt erst nach 100 000 gefahrenen Kilometern nötig.
Und doch rückten die Gelben Engel der ADAC-Straßenwacht im vergangenen Jahr 136000-mal aus, um Fahrzeuge mit Reifenpannen wieder flottzumachen. Tendenz steigend, denn inzwischen traut sich nur noch die Hälfte der Autofahrer einen Radwechsel selbst zu, wie eine Goodyear Umfrage ergab.
Reifenpannen sind nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich. Allein im Jahr 2004 waren laut Statistischem Bundesamt mehr als 1300 schwere Verkehrsunfälle auf technische Fehler an der Bereifung zurückzuführen. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen.
Platzt der Reifen während der Fahrt, war er meist schon vorher unsichtbar beschädigt. Das Risiko einer Panne kann deutlich verringert werden, wenn Sie einige reifenschonende Regeln beachten.
Luftdruck. Bei einem zu niedrigen Reifenluftdruck verformt sich der Reifen übermäßig, die Temperatur steigt drastisch, und es droht die Ablösung der Lauffläche. Prüfen Sie alle 14 Tage den Luftdruck an den kalten Reifen.

- Bordsteinparken.
Reifenflanken sind besonders empfindlich. Überrollen Sie deshalb Bordsteinkanten nur im Zeitlupentempo.

- Belastung.
Überladen Sie Ihr Fahrzeug nicht. Sehr gefährlich für Reifen ist die typische Urlaubskombination von Überlast, zu geringem Luftdruck, zu hoher Geschwindigkeit und warmer Außentemperatur.

- Winterreifen.
Denken Sie daran, dass möglicherweise Winterreifen mit eingeschränkter Höchstgeschwindigkeit montiert sind (Plakette am Armaturenbrett).

- Schäden.
Reifen müssen regelmäßig auf Beschädigungen, etwa eingedrungene Fremdkörper, Stiche, Schnitte, Risse oder Beulen überprüft werden. Lassen Sie den Schaden vom Fachmann beurteilen.

- Ventilkappen.
Die Schraubhülsen schützen das Ventil vor Staub und Schmutz und damit vor Undichtigkeit. Schrauben Sie die Kappen fest auf und ersetzen Sie fehlende sofort.

- Reinigung.
Vorsicht mit Hochdruck-Reinigern: Ein zu hoher Wasserdruck kann Reifen irreparabel beschädigen.

- Lagerung.
Abmontierte Reifen müssen kühl, trocken und dunkel gelagert werden - mit Felgen liegend, ohne stehend. Verhindern Sie den Kontakt mit Benzin, Öl oder Fett.

- Überalterung.
Reifen altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse. Das gilt besonders für nicht oder wenig gefahrene Exemplare. Wann Reifen auszumustern sind, ist umstritten: Die Reifenindustrie empfiehlt nach zehn Jahren, die Autohersteller tendieren zu sechs Jahren.

- Gebrauchte.
Reifen haben ein Gedächtnis! Montieren Sie keine Gebrauchtreifen, deren Vorleben Sie nicht kennen.

Was tun, wenn der Reifen doch mal platzt? Lenkrad. möglichst gerade festhalten, sanft Geschwindigkeit wegnehmen und rechts ausrollen lassen. ESP unterstützt die Fahrzeugstabilität.
Fein raus ist der Fahrzeugkäufer, der sich für pannensichere Run-Flat-Reifen entschieden hat. Denn mit dieser Technologie sind gefährliche Reifenplatzer endgültig Vergangenheit.

Gefunden in ADACmotorwelt Heft 8, 08.2007

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